Arbeiten im Gelände

Ein paar für sehr grosse Panoramabilder geeignete Aufnahmeorte waren uns schon seit längerer Zeit bekannt. Was fehlte, waren ideale Wetter- und Lawinenverhältnisse. Am 22.1.2010 war es dann soweit: Das Lawinenbulletin sagte für den folgenden Tag günstige Verhältnisse voraus und auch das Wetter sollte bis Mittag mitspielen. Sowohl die Siktouren- als auch die Foto-Ausrüstung wurde ein letztes Mal überprüft und bereitgestellt. In der Morgendämmerung des 23.1.2010 schnallten wir dann unsere Tourenskis in der Nähe des Wagliseichnubel (ca. 1400m.ü.M.) an. Stativ, Panoramakopf, Blenden, ein Objektiv, die Kleider sowie die Verpflegung wurden im Rucksack verstaut und die Fototasche mit Kamera und zwei Objektiven wurde umgehängt. Dann machten wir uns auf den Weg zum rund 600m höher gelegenen Aufnahmeort. Im Aufstieg konnten wir drei Schneehühner aus naher Distanz beobachten und fotografieren.


Schneehühner: Unsere Glücksbringer

Der Fotograf im Aufstieg: Mit dabei gegen 10kg Fotoausrüstung.

Im Aufstieg kurz vor dem Ziel

Nach rund 2:45 Stunden Aufstieg erreichten wir den Felskopf des Türstenhäuptli (2032m.ü.M.). Zwischen dem Skidepot und dem Aufnahmeort galt es nun noch, im tiefen Schnee eine Stufe zu überwinden. Nach einer kurzen Pause wurde der Standplatz für das Stativ vorbereitet und das Stativ installiert. In Schnee und Eis ein nicht immer einfaches Unterfangen, da sich das Stativ während der gegen 1000 nachfolgenden Einzelaufnahmen nicht bewegen sollte.


Die letzten Meter vor dem Aufnahmeort

Während der Aufnahme (ca. Richtung Osten)

Während der Aufnahme (ca. Richtung Westen)

Schliesslich konnte bei nahezu idealen äusseren Bedingungen (gute Sicht, praktisch windstill, Temperaturen wenig unter 0 Grad) die gegen 1000 Einzelaufnahmen in 45 Minuten eingefangen werden. Die Kamera wurde dabei für jede Aufnahme manuell nachgeführt. Die manuelle Nachführung der Kamera erfordert eine hohe Konzentration. Diese Konzentration nach einem mehrstündigen Aufstieg aufbringen zu können ist eine der Herausforderungen meiner Art der Panoramafotografie.

Nach einer kurzen Gipfelrast folgte die Abfahrt ins Tal, welche Mensch und Material heil überstanden.

Auf einem Berg zu stehen und mit der selber hochgetragenen Fotoausrüstung ein Panoramabild (egal ob klein oder gross) zu erstellen übt auf uns eine sehr grosse Faszination aus.

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